Leinsamen

Mit ihrem vielseitigen und komplexen Nährstoffprofil liefern Leinsamen dem menschlichen Körper eine Vielzahl wichtiger Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Man versteht unter Leinsamen die kleinen, ovalförmigen Samen der einjährigen Flachspflanze. Diese lassen sich sehr vielseitig verwenden, z. B. als ganze Samenkörner, aber auch in geschroteter Form oder als hochwertiges Leinöl.

Gesunder Start - Leinöl und leinsamenLeinsamen können als Nahrungsmittel, aber auch in Präparaten wie Kosmetika, Naturheilmitteln usw. verwendet werden. Sie wirken von innen und außen und tun dem Körper rundum gut. Das wussten die Menschen schon vor mehreren tausend Jahren, daher gelten Leinsamen seit jeher als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel.

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Auf dieser Seite haben wir alle wichtigen Informationen rund um das Thema Leinsamen zusammengestellt – übersichtlich, tiefgreifend und trotzdem leicht verständlich. Sie werden erfahren, welch wertvolle Inhaltsstoffe sich in Leinsamen verstecken, in welcher Form sie eingesetzt werden können und wo Sie hochwertige Leinsamen zum günstigsten Preis bekommen. Wussten Sie, dass man mithilfe von Leinsamen besser und effektiver abnehmen kann? Dieses und einige weitere Geheimnisse der Leinsamen werden wir hier aufdecken.

Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise in die spanende Welt einer weit verbreiteten und dennoch unterschätzten Nutzpflanze und deren Samen!

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Für was sind Leinsamen gut?

Leinsamen sind reich an besonders wichtigen, gesundheitsfördernden Nährstoffen wie B-Vitaminen, Ballaststoffen, Antioxidantien, Proteinen und Fetten. Die Kombination dieser lebenswichtigen Nährstoffe unterstützt den menschlichen Körper in vielen Bereichen und Funktionen. Hier ein erster Überblick:

Omega 3 Fettsäuren für einen niedrigen Cholesterinspiegel

Cholesterin – also Blutfett – wird in der modernen westlichen Welt zunehmen zu einem Problem. Wir essen zu viel und zu fett, somit leidet ein Großteil der Bevölkerung unter einem zu hohen Cholesterinspiegel, also unter einem erhöhten Fettgehalt im Blut. Mit den reichlich enthaltenen, wertvollen Omega 3 Fettsäuren sorgen Leinsamen dafür, dass sich die Blutfettwerte normalisieren, bzw. sich gar nicht erst erhöhen. Dabei muss man auch die Zusammensetzung des Cholesterinspiegels betrachten. Er besteht aus dem „schlechten“ LDL-Cholesterin und dem „guten“ HDL-Cholesterin. Vorrangiges Ziel muss also sein, den Anteil des HDL-Cholesterins im Blut zu erhöhen und den des LDL-Cholesterins zu senken. Genau dafür sorgen Leinsamen! Mit einem hohen Anteil an guten, ungesättigten Fettsäuren verbessern sie das gesamte Blutlipidprofil und schützen die Blutgefäße.

Antioxidantien schützen vor Zeltschäden

„Freie Radikale“ – ein Schlagwort, das in der Medizin in den vergangenen Jahren immer wieder für Furore gesorgt hat. Es handelt sich dabei um Molekülfragmente, die infolge der Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper entstehen. Ihnen werden vielfältige gesundheitsschädliche Wirkungen nachgesagt, u. a. sollen die freien Radikale für einen beschleunigten Alterungsprozess verantwortlich sein. Der natürliche Gegner der freien Radikale sind die sogenannten Antioxidantien. Sie fangen die Fragmente ein und binden sie an sich, so dass sie nicht mehr durch die Zellmembranen in die Körperzellen eindringen können.

Leinsamen besitzen einen maßgeblichen Anteil an Antioxidantien, die als Radikalfänger dienen. Wer also regelmäßig Leinsamen zu sich nimmt, kann effektiv etwas für seine Gesundheit und gegen zu frühes Altern tun.

Ballaststoffe für die Verdauung

LeinsamenWie bereits angedeutet: Die moderne Ernährung in der westlichen Welt ist oftmals einseitig und ungesund. Dies macht sich nicht nur an der stetig steigenden Zahl der Übergewichtigen sowie der Herz-Kreislauferkrankungen bemerkbar, sondern auch bei den Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Zu viel Fett und Zucker kann vom Körper nur schlecht verdaut werden, es fehlen die sogenannten Ballaststoffe, welche die Verdauung regulieren und sich so positiv auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen auswirken.

Die gute Nachricht: Leinsamen enthalten viele Ballaststoffe. Diese sättigen lange und regen Dünn- und Dickdarm in ihrer Arbeit an. Die Nahrung wird sorgfältiger aufgespalten, ihre Verbleibzeit im Magen erhöht sich. Damit wird die gesamte Verdauung harmonisiert, Sie fühlen sich fit, ausgeglichen und leistungsfähig.

Mineralien für Fitness und Leistungsfähigkeit

Leinsamen bieten eine sehr gute Quelle für verschiedene Mineralien wie Mangan, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Zink und Selen. Diese Mineralstoffe sind lebenswichtig für die unterschiedlichsten Körperfunktionen und leider in vielen konventionellen Lebensmitteln in viel zu geringer Dosierung enthalten.

In welcher Form gibt es Leinsamen?

Leinsamen können sowohl in ganzer, naturbelassener Form als auch geschrotet oder gemahlen (Leinsamenmehl) verarbeitet werden. Zunächst kurz zur Anwendung als gesamte, naturbelassene Saat: Diese kann z. B. als wertvolle Zutat in Müslis, als Basis für Vollkorngebäck und vieles mehr verwendet werden. Sie können die nussig-wohlschmeckenden Samen über fast jede Mahlzeit streuen und tun Ihrer Gesundheit somit immer etwas Gutes. Hier die weiteren Verwendungsformen von Leinsamen:

Leinsamen geschrotet

Leinsamen geschrotetWer Leinsamen nicht in ganzer Form verwenden möchte, erhält die wertvolle Saat auch in geschroteter Form. Das Schrot bildet eine wunderbare Grundlage für Brotteige, kann aber auch in Müslis und Süßspeisen gegeben werden. Mit Leinsamenschrot können Sie außerdem herzhafte Pfannkuchen und Süßspeisen aller Art zubereiten und verfeinern.

Eine Besonderheit in ganzen oder geschroteten Leinsamen sind die sogenannten Lignane. Es handelt sich dabei um sekundäre Pflanzenstoffe, die eine hohe antioxidative Wirkung besitzen und daher als Radikalfänger fungieren. Weiterhin verhindern Lignane die Bildung von Plaque in den Blutgefäßen. Somit senken sie den Cholesterinspiegel im Blut, was sich wiederum positiv bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems auswirkt. Diese Lignane befinden sich auf der Schale der Leinsamen, sie sind daher nur in ganzen und geschroteten Samen enthalten. Vorteil für geschrotete Leinsamen: Mit dem Prozess des Schrotens können die Lignane noch besser vom menschlichen Körper aufgenommen und verwertet werden. In Leinöl dagegen sind so gut wie keine Lignane enthalten, da die Faserstoffe bei der Herstellung des Öls abgetrennt werden. Daher werden vielen Leinölen im Nachhinein Lignane zugesetzt.

Übrigens: Lignane sind nicht nur erstklassige Radikalfänger, sie wirken sich auch auf den menschlichen Hormonspiegel aus und helfen hier, sowohl einen Mangel an Hormonen als auch einen Hormonüberschuss auszugleichen. Und das wirkt sich bei Männern und Frauen sehr positiv auf die Gesundheit aus – hormonell bedingte Krankheiten werden reduziert, die Fruchtbarkeit bei Frauen gefördert. Frauen, die regelmäßig Lignane zu sich nehmen, klagen seltener über Menstruationsprobleme und Wechseljahresbeschwerden. Männer hingegen haben weniger Probleme mit der Vergrößerung der Prostata.

Leinsamenmehl

Leinsamen MehlLeinsamenmehl wird meist in entölter Form angeboten und entsteht bei der Leinölpressung. Dafür wird der entölte Presskuchen zu feinem Mehl vermahlen. Allerdings bezeichnet man auch gemahlene komplette Leinsamen als Leinsamenmehl, hier ist jedoch das natureigene Leinöl noch enthalten. Leinsamenmehl eignet sich sehr gut für schmackhafte Brote und als Grundlage für eine Low Carb Ernährung.

Leinöl

LeinölLeinöl wird beim Pressen der Leinsamen gewonnen und ist ein äußerst hochwertiges Nahrungsmittel. Es eignet sich sowohl für die Verwendung in der Küche als auch für Kosmetik, als Basis für Farben, als Konservierungsmittel und zur Herstellung von Biokraftstoffen. Leinöl ist reich an Omega 3 Fettsäuren und Omega 6 Fettsäuren.

Hinsichtlich der Herstellung unterscheidet man zwischen heiß gepresstem und kalt gepresstem Leinöl. Bei der Heißpressung werden die Samen zunächst zu Mehl gewalzt, dann mit heißem Wasser vermischt und anschließend so lange geknetet, bis eine feste Masse entstanden ist. Die Masse wird nun unter Rühren getrocknet und dabei geröstet, bevor sie mithilfe einer hydraulischen Presse ausgepresst wird. So kann aus insgesamt vier Kilogramm Leinsamen etwa ein Liter Öl hergestellt werden. Anschließend erhält man das sogenannte Rohleinöl, das vor der Verwendung – zumeist in Nahrungsmitteln – noch gefiltert und gereinigt werden muss. Beim kaltgepressten Leinöl dagegen werden die Leinsamen ohne vorherige Behandlung durch eine Schneckenpresse ausgepresst. Dabei entsteht ein geringerer Ölertrag, das Öl ist jedoch von hochwertiger Qualität, da bei der Herstellung Temperaturen von maximal 40 Grad erreicht werden und somit alle wertvollen Inhaltsstoffe komplett erhalten bleiben.

Leinsamen Kalorien

Leinsamen gehören zur Gruppe der Ölsaaten. Sie sind daher ein sehr energie- und somit auch kalorienreiches Lebensmittel. Konkret bedeutet das: 100 g Leinsamen enthalten knapp 400 Kalorien. Hauptgrund dafür ist der hohe Fettgehalt, durch ihn werden mehr als 70 % der Kalorien abgedeckt. Zum Vergleich: Der Kaloriengehalt von Leinsamen gleicht daher in etwa dem einer Tafel Zartbitterschokolade.

Wie viel Leinsamen ist gut am Tag?

Da Leinsamen sehr ballaststoffreich sind und bei einem nicht daran gewöhnten Darm schnell für Verstopfungen sorgen können, empfiehlt es sich, mit der Dosierung vorsichtig zu beginnen und sie dann erst langsam zu steigern. Erwachsene sollten mit einem Esslöffel pro Tag beginnen (ganz oder geschrotet). Wichtig: Trinken Sie viel Wasser bei der Einnahme von Leinsamen – pro Esslöffel mindestens ein Glas! Diese Dosierungsempfehlung gilt übrigens auch für die Einnahme von Leinöl.

Was ist in Leinsamen enthalten?

Hier ein Überblick über alle wichtigen Nährstoffe, die in Leinsamen enthalten sind (Nährstoffe je 100 g/ml Leinsamen):

  • Brennwert: 393 kcal (1645 kJ)
  • Ballaststoffe: 38,6 g (Tagesbedarf m/w: 30 / 30 g)
  • Eisen: 8,2 mg (Tagesbedarf m/w: 10 / 15 mg)
  • Eiweiß: 28,8 g (Tagesbedarf m/w: 59 / 47 g)
  • Fett: 30,9 g (kein ausgewiesener Tagesbedarf)
  • Kalium: 725 mg (Tagesbedarf m/w: 2000 mg / 2000 mg)
  • Kalzium: 260 mg (Tagesbedarf m/w: 1000 mg / 1000 mg)
  • Magnesium: 350 mg (Tagesbedarf m/w: 350 mg / 300 mg)
  • Natrium: 60 mg (Tagesbedarf m/w: 550 mg / 550 mg)
  • Phosphor: 662 mg (Tagesbedarf m/w: 700 mg / 700 mg)
  • Vitamin B1 – Thiamin: 0,17 mg (Tagesbedarf m/w: 1,2 mg / 1,0 mg)
  • Vitamin B2 – Riboflavin: 0,16 mg (Tagesbedarf m/w: 1,4 mg / 1,2 mg)
  • Vitamin B3 – Niazin: 1,4 mg (Tagesbedarf m/w: 16 mg / 13 mg)
  • Vitamin B6 – Pyridoxin: 0,6 mg (Tagesbedarf m/w: 1,5 mg / 1,2 mg)

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Leinsamen Fazit

Leinsamen können heute in vielfältiger Form Verwendung finden, sowohl in unserer Nahrung als auch in der Medizin, bei der Farbenherstellung usw. Sie bilden ein äußerst hochwertiges Nahrungsmittel und Öl, das durch seinen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen wie Fettsäuren, Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien überzeugt. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich ein Leben ohne Leinsamen nicht mehr vorstellen können!