Warnung vor gebrochenen Leinsamen

Warnung vor gebrochenen Leinsamen

Gefahr bei Konsum gebrochener Leinsamen

Gebrochene Leinsamen werden vor allem in Müsli gerne verzehrt. Beliebt sind die gebrochenen Leinsamen wegen ihres Fibergehalts und den guten Fettsäuren. In Maßen eingenommen gelten diese deshalb als gesund. Allerdings warnt das schwedische Lebensmittelamt nun genau vor diesem Konsum. Laut der Warnung seien in dem Nahrungsmittel Blausäuren enthalten. Diese seien giftiger als vermutet. Aus diesem Grund rät die Behörde den Produzenten zu einem Verzicht.

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@ beamys / pixelio.de

Warnung des Lebensmittelamtes

Durch die Erkenntnis, dass gebrochene Lebensmittel mit Blausäure versehen seien, sah sich das schwedische Lebensmittelamt vor die Aufgabe gestellt, die Menschen vor einem Verzehr zu warnen. Jan Sjögren, welcher Abteilungsleiter beim Amt ist, äußert: „Bis es mehr Informationen gibt, sollte man ganz auf den Verzehr verzichten“. Das Lebensmittelamt verkündete in jüngster Zeit diese Werbung nicht mehr nur auf der eigenen Webseite, sondern wendete sich ebenso an Massenmedien.

Gebrochene Leinsamen in geringen Mengen?

Leinsamen sollten noch nie übermäßig konsumiert werden und dienen eher als Nahrungsergänzungsmittel. Allerdings änderte sich nun auch diese Einstellung. Sprach sich das schwedische Lebensmittelamt zuvor für einen mäßigen Konsum aus, sollen gebrochene Leinsamen vorerst nicht mehr verzehrt werden. Studien hätten gezeigt, dass auch eine Erwärmung wie etwa beim Backen nicht ausreiche, um die Giftstoffe ausreichend zu dezimieren. Sjörgen warnt auch vor Empfehlungen auf der Verpackung. Aufgrund der, bisher, noch offenen Fragen, empfiehlt er, den Verzehr vollständig einzustellen.

Forderung des Lebensmittelamtes

Die Forderung des Lebensmittelamtes besteht darin, dass Produzenten auch auf den Verkauf von Produkten, die mit gebrochenen Leinsamen hergestellt sind, vorübergehend einzustellen. Ein Verkaufsverbot könne bisweilen noch nicht durchgesetzt werden, da es unzureichende Belege für diese These gebe.

Warum ist Blausäure so gefährlich?

Grundsätzlich gelten Leinsamen als Nahrungsergänzungsmittel, welche nicht nur zahlreiche gesundheitliche Wirkungen erzielen sollen, sondern auch als nützlich bei einer Diät gelten. Allerdings gilt die enthaltene Blausäure als gefährlich. Mit dem Konsum können folgende Symptome entstehen:

  • Die Zellatmung kann blockiert werden.
  • Eine Vergiftung kann zu einem Sauerstoffmangel der Zellen führen.
  • Damit kann vor allem Atemnot entstehen.
  • Aber auch Kopfschmerzen,
  • Schwindel sowie
  • Erbrechen können durch den Giftstoff ausgelöst werden.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass das Lebensmittelamt aufgrund der Erkenntnis vor dem Konsum warnt.

Zwar unterstreicht eben dieses Amt genauso, dass zwei Esslöffel der Leinsamen vom Körper in aller Wahrscheinlichkeit unbeschadet eingenommen werden können. Jedoch bedarf es weiter Untersuchungen.

Die Toxikologin Ulla Beckman Sundh äußert: „Wir wissen einfach noch zu wenig über die Giftigkeit von gebrochenen Leinsamen. Deshalb ist es besser, vorläufig auf ganze Leinsamen auszuweichen“.

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