Leinsamen kaufen

Leinsamen sind in Deutschland und in ganz Europa mittlerweile so weit verbreitet, dass es sie in jedem gut sortierten Supermarkt zu kaufen gibt. Sie kommen von unterschiedlichen Herstellern werden in verschiedenen Formen angeboten, zum Beispiel als naturbelassene, geschälte oder geschrotete Samenkörner. Darüber hinaus erhalten Sie Leinsamen als Mehl oder in Form von Leinöl im Handel.

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Angesichts dieser Vielfalt an Leinsamenprodukten stellt sich die Frage, worauf beim Kauf von Leinsamen genau zu achten ist. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.

Wo Leinsamen kaufen?

Bevor wir auf die Qualität und individuellen Eigenschaften der Leinsamenprodukte zu sprechen kommen, stellt sich zunächst eine grundsätzliche Frage: Wo soll ich meine Leinsamen kaufen?

Leinsamen gibt es sowohl in gut sortierten Supermärkten als auch in Bioläden und Reformhäusern zu kaufen. Auch das Internet spielt mittlerweile als Bezugsquelle eine große Rolle. Beginnen wir also bei den Supermärkten. Hier gibt es Leinsamen in der Regel von großen und bekannten Herstellern zu meist günstigen Preisen zu kaufen. Dabei muss man sich allerdings darüber bewusst sein, dass es sich hier um Industrieprodukte handelt, die nicht dieselbe Qualität wie etwa Bio-Leinsamen aufweisen. In den späten neunziger Jahren wurden sogar genmanipulierter Flachs und daraus hergestellte Leinsamen aus Kanada bei Kontrollen in Deutschland gefunden. Daher gilt es beim Kauf darauf zu achten, möglichst hochwertige Leinsamen zu erwerben. Geben Sie lieber etwas mehr Geld aus und setzen Sie dafür auf eine hochwertigere Qualität – Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

In Supermärkten gibt es mittlerweile eine große Auswahl verschiedener Leinsamenprodukte. Neben den bereits erwähnten, ganzen oder geschroteten Leinsamenkörnern führen viele Supermärkte auch Leinöl und Leinsamenkapseln. Zudem sind die Leinsamenkörner in verschiedenen Sorten und Farben verfügbar. So finden sich im Handel beispielsweise braune oder gelbe Leinsamen. Diesbezüglich gilt: Legen Sie grundsätzlich mehr Wert auf die Qualität der Leinsamen als auf die Produktform bzw. auf die Farbe. So unterscheiden sich beispielsweise braune und gelbe Leinsamen in ihrer Nährstoffzusammensetzung kaum voneinander. Sie können also ganz nach Wunsch für die persönliche Ernährung verwendet werden.

Haltbarkeit von Leinsamen

Bezüglich der verschiedenen Leinsamenprodukte möchten wir Ihnen noch einen Tipp an die Hand geben. Geschrotete Leinsamen werden – wie wir inzwischen wissen – vom Körper besser bzw. leichter aufgenommen und die Nährstoffe werden schneller freigesetzt. Somit empfiehlt es sich insbesondere für Einsteiger in die Ernährung mit Leinsamen und für Menschen, die ihre Ernährung umstellen, zunächst auf geschrotete Leinsamen zu setzen. Allerdings sind geschrotete Leinsamen wesentlich kürzer haltbar als ganze Leinsamenkörner. Die Mindesthaltbarkeit von geschroteten Leinsamen beträgt in der Regel etwa 10 bis 15 Wochen, während ganze Leinsamen bis zu einem Jahr und länger haltbar sind. Bedenken Sie dies beim Einkauf und passen Sie die Mengen entsprechend an.

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Leinsamen selber schroten

Dadurch dass geschrotete Leinsamen – zumindest im Supermarkt – meist industriell hergestellt werden, ergibt sich ein Nachteil: Die geschroteten Samen werden mit einem speziellen Gas behandelt, welches einem vorzeitigen Verderben vorbeugen soll. Dadurch soll auch vermieden werden, dass die Leinsamen ranzig werden. Es ist zwar nicht erwiesen, dass dieses Gas zum Behandeln von geschroteten Leinsamen schädlich für den menschlichen Organismus ist, eine positive Wirkung wird es jedoch auch nicht besitzen. Um auf solche Behandlungsmethoden verzichten zu können, bietet es sich an, Leinsamen in ganzer Form zu erwerben und anschließend selbst zu schroten. Am besten verwenden Sie dazu einen Mörser oder eine Kaffee- bzw. Gewürzmühle. So können Sie sich Ihren Leinsamenschrot immer frisch selbst herstellen und laufen nicht Gefahr, ein behandeltes Lebensmittel kaufen zu müssen oder an Leinsamen zu geraten, der bereits ranzig oder faul geworden sind.

Leinsamen in Bio-Qualität

Unsere Empfehlung: Kaufen Sie Ihre Leinsamen in Bio-Qualität. Diese erhalten Sie in Reformhäusern oder auch in Bio-Fachgeschäften bzw. Bioläden. Wenn Sie zusätzlich darauf achten, ein fair gehandeltes Produkt zu erwerben, machen Sie garantiert nichts falsch. Schließlich möchten Sie doch auch, dass die Anbauer des Flachs (Ausgangsprodukt für Leinsamen) einen fairen Anteil des Verkaufspreises erhalten. Da Leinsamen heute oft aus dem Ausland und dort aus Dritte-Welt-Ländern stammen, ist ein fairer Handel mittlerweile besonders wichtig. Andernfalls werden die Erzeuger gnadenlos ausgebeutet.

Bio-Qualität bei Leinsamen bedeutet, dass das Ursprungsprodukt – also der Flachs – ohne  Verwendung schädlicher Pflanzenschutzmittel, Insektizide usw. angebaut wurde. Und auch bei der Ernte und Verarbeitung der Leinsamen werden keine chemischen oder biologischen Hilfsmittel eingesetzt, die dem menschlichen Organismus oder unserer Umwelt Schaden zufügen könnten.

Leinsamen im Internet kaufen

Es gibt mittlerweile nahezu kein Produkt mehr, das nicht im Internet erworben werden kann. Somit können Sie auch sämtliche Leinsamenprodukte in verschiedenen Onlineshops und auf Handelsplattformen, in Auktionshäusern etc. erwerben. Grundsätzlich gelten für den Kauf von Leinsamen im Internet die gleichen Tipps, die wir bereits für den Kauf im Supermarkt und im Bio-Laden aufgelistet hatten. Im Internet sollten Sie jedoch noch strenger darauf achten, wo die Leinsamen herkommen. Wenn Sie den Hersteller und das Ursprungsland der angebotenen Leinsamen nicht kennen, sollten Sie sich zunächst entsprechend informieren. Versuchen Sie über Suchmaschinen herauszufinden, welchen Ruf der Hersteller genießt und wie er seine Ware produziert. Gehört er einem Erzeugerverband an, bzw. nimmt er an einem Fair Trade Programm teil?

Werfen Sie auch einen Blick hinter die Kulissen des entsprechenden Bio-Siegels. Im Internet wird mittlerweile vielfach Leinsamen in Bio-Qualität angeboten, allerdings halten die entsprechenden Bio-Siegel nicht immer das, was sie auf den ersten Blick versprechen. Mit den bekannten deutschen Bio-Siegeln können Sie in der Regel nichts falsch machen. Noch strenger auf die Qualität des Produktes wird darauf geachtet, wenn dieses ein Demeter-Siegel trägt. Bio-Siegel aus dem Ausland dagegen sind zum Teil nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Informieren Sie sich daher über die jeweiligen Siegel, bevor Sie sich für ein bestimmtes Leinsamenprodukt entscheiden.

Buchtipp:

Leinsamen Kauftipps in Kürze

Zum Abschluss unseres Kaufratgebers haben wir noch einige Leinsamen Kauftipps in Kurzform für Sie zusammengestellt:

  • Kaufen Sie Leinsamen mit einem möglichst langen MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum). Dazu muss man wissen: Leinsamen verlieren bei längerer Lagerung sowohl an Geschmack als auch an Nährstoffen.
  • Achten Sie auf Vakuum-verpackte Leinsamen. Durch den fehlenden Kontakt mit Sauerstoff wird eine Oxidation der Samen verhindert, sie halten sich somit länger.
  • Leinsamen sollten stets nussig und frisch schmecken. Tendiert der Geschmack in Richtung bitter, sind die Samen ranzig und sollten nicht mehr verwendet werden.
  • Lagern Sie geschrotete und ganze Leinsamen nach dem Öffnen in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank – so bleiben sie lange frisch.