Leinsamenöl (Leinöl) kaufen

Leinsamenöl – heute meist als Leinöl bezeichnet – sollte in keiner gut sortierten Küche fehlen. Das wertvolle Öl ist reich an essenziellen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren und beinhaltet viele weitere Nährstoffe, die für unsere Gesundheit unverzichtbar sind, und die in anderen Nahrungsmitteln nur in geringer Dosis enthalten sind.

LeinölZur Verwendung von Leinöl muss man wissen: Das Öl eignet sich insbesondere für die Verwendung in der kalten Küche, also als klassisches Salatöl, als Beigabe zu Gemüse oder für Süßspeisen aller Art. Hier entfaltet es seinen mild-nussigen Geschmack und rundet das natürliche Aroma der Speisen angenehm ab. Für die warme Küche ist Leinöl dagegen nicht geeignet. Das Öl sollte also nicht zum Backen, Braten oder Kochen verwendet werden. Grund dafür ist die Eigenschaft des Umwandelns von Omega-Fettsäuren in schädliche Transfettsäuren sowie der sehr niedrige Rauchpunkt.

Inzwischen erhalten Sie Leinöl in unterschiedlichen Größen, Herstellungsverfahren und natürlich zu verschiedenen Preisen im Handel und im Internet. Worauf Sie bei der Auswahl eines guten Leinsamenöls achten sollten, erfahren Sie hier.

Leinsamenöl – Das Herstellungsverfahren

Es gibt zwei verschiedene Verfahren, um Leinöl herzustellen. Bei der Heißpressung werden die Leinsamen nicht direkt ausgepresst, sondern zuvor zu Mehl gemahlen und mit heißem Wasser (daher der Name) angereichert. Es entsteht also eine Art Teig. Dieser wird so lange geknetet, bis daraus eine feste Masse geworden ist. Die Masse wird nun unter relativ großer Hitzeeinwirkung getrocknet und kann dann mit mechanischen Werkzeugen ausgepresst werden. Dieses Herstellungsverfahren hört sich zunächst etwas aufwändiger als das Kaltpressen an, es bietet aber den Vorteil, dass die Ölausbeute hierbei wesentlich größer ist. Zudem können auch minderwertigere Leinsamen für die Ölherstellung verwendet werden, welche beim Kaltpressen für einen schlechten Geschmack sorgen würden.

Das Heißpressen wird also heutzutage zumeist bei der industriellen Herstellung von Leinöl verwendet. Mit diesem Verfahren können große Ölmengen innerhalb kürzester Zeit völlig automatisiert hergestellt werden. Das daraus gewonnene Leinöl ist allerdings von geringerer Qualität als beim zweiten Herstellungsverfahren, dem Kaltpressen. Hierbei werden die ganzen Leinsamenkörner direkt ausgepresst, wodurch ein geringerer Ölertrag entsteht. Dafür ist das kaltgepresste Leinöl von besonders hochwertiger Qualität und wird von vielen Experten auch geschmacklich als besser beurteilt.

Unsere Kaufberatung ist daher eindeutig: Sie sollten ein hochwertiges, kaltgepresstes Leinöl bevorzugen. Dieses ist im Vergleich zum industriellen hergestellten, heißgepressten Leinsamenöl zwar etwas teurer, die Mehrausgabe lohnt aber in jedem Fall.

Auf Bio-Zertifizierung achten

In den 90er-Jahren und zu Anfang des neuen Jahrtausends ging ein Skandal um die Welt, der das Leinöl und alle anderen aus Flachs hergestellten Produkte betraf. Es wurden in Kanada gentechnisch manipulierte Flachspflanzen angebaut und daraus die entsprechenden Produkte hergestellt. Viele Unternehmen, die Leinsamenprodukte verwenden, boykottierten daraufhin den Bezug von Rohstoffen aus Kanada.

Zwar ist dieser Skandal heute längst Vergangenheit, trotzdem sollten Sie beim Kauf von Leinöl darauf achten, ein Bio-zertifiziertes Produkt zu wählen. So wird gewährleistet, dass das Leinsamenöl durch eine sorgfältige, kontrollierte Produktion hergestellt wurde und alle hochwertigen Inhaltsstoffe enthält. Achten Sie darauf, dass es komplett naturbelassen ist. So enthält es das wertvolle Vitamin E in vollem Umfang – dieses ist besonders empfindlich und geht schon bei kleinen Fehlern in der Produktion kaputt.

Die Frische

Leinöl ist ein empfindliches Produkt, welches stets kühl und trocken gelagert werden sollte. Doch auch bei fachgerechter Lagerung wird das Öl irgendwann ranzig und die hochwertigen Inhaltsstoffe gehen kaputt. Daher gilt beim Leinöl in besonderem Maße: Das frischeste Öl ist immer das Beste! Achten Sie daher darauf, ein möglichst frisch gepresstes Leinöl zu erhalten. Bei Bio-Leinölen, die im entsprechenden Fachhandel zu erhalten sind, ist oftmals nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern auch das Herstellungsdatum aufgebracht. So können Sie sicher sein, ein besonders frisches Leinöl zu erwerben.